Die Orgel in St. Bonifaz

Der erste, sehr kleindimensionierte Bauabschnitt des Instrumentes wurde 1957 von der Werkstatt Oberlinger geliefert. Im Laufe der Jahre wurde die Orgel von derselben Firma weiter vergrößert und 1989 mit einen neuen, freistehenden Spieltisch mit runden Registerzugterrassen versehen. Im linken Gehäuse befindet sich unten das Hauptwerk und darüber das Schwellwerk; rechts steht unten die Windlade des Pedals und oben die des Positivs.

Über die Reinigung und Revision hinaus wurden verschiedene Arbeiten erforderlich, um das Instrument technisch und klanglich auf ein sicheres und konzeptionell höheres Niveau zu heben.

 

Der vorhandene Spieltisch wurde grundlegend renoviert und – wie auch die gesamte Orgel inklusive der Schleifenzugmagnete – mit einer neuen Elektrik/Elektronik ausgestattet. Gleichzeitig erhielt das Instrument eine hochmoderne Setzeranlage. Das extrem instabile Windsystem (vorher mit bis zu 35% Druckabfall) konnte durch Modifizierungen an der Windanlage und Windversorgung vollständig ausgeglichen werden. Dazu tragen u.a. auch neue Schleifendichtungen und Pulpeten, sowie zwei sog. Moteurs bei, kleine pneumatisch angesteuerte Zusatzladen, auf denen die besonders windfressenden Pfeifen mit einer direkteren Windversorgung stehen.

 

Im klanglichen Bereich erfolgte als wichtigste Maßnahme eine gründliche Nachintonation. Somit wurde der steile Klangaufbau mit seiner scharfen, grundtonarmen Prägung hin zu einem besser tragenden und fülligeren Klang ausgeglichen. Als zusätzliche Registeränderungen wurde im HW ein 3-faches Cornett ergänzt, der Pommer 16' zu einem Bourdon 16’ umgearbeitet und die Schalmey 4' im SW durch eine Trompette harmonique 8' ersetzt.

Ein zweiter, mobiler MIDI-Spieltisch bietet die Möglichkeit für Liturgie wie auch für Konzerte, auch vom Altarraum aus zu spielen.

Disposition

I. Hauptwerk C-g3

II. Positiv C-g3

1. Bourdon 16’ (aus Pommer 16‘)

2. Principal 8‘ (Prospekt)

3. Hohlpfeife 8‘

4. Octave 4‘

5. Gedacktflöte 4’

6. Quinte 2 2/3’

7. Superoctave 2’

8. Cornett 3f. 2 2/3' (neu, ab a°)

9. Mixtur 5f. 1 1/3’

10. Fagott 16’

11. Trompete 8’

12. Holzgedackt 8’

13. Salicional 8‘

14.Principal 4‘

15. Koppelflöte 4’

16. Oktave 2’

17. Quinte 1 1/3’

18. Sifflöte 1’

19. Scharff 4f. 1’

20. Krummhorn 8’

Tremulant

 

III. Schwellwerk C-g3

II. Positiv C-g3

22. Holzflöte 8’

23. Rohrflöte 8’

24. Viola da Gamba 8’

25. Vox coelestis 8’

26. Principal 4’

27. Gemshorn 4’

28. Waldflöte 2’

29. Sesquialter 2f. 2 2/3’

30. Mixtur 5f. 2’

31. Dulcian 16’

32. Trompette harmonique 8’
(neu, ersetzt Schalmey 4’)

33. Oboe 8’
Tremulant

34. Untersatz 32’ (akustisch)

35. Prinzipalbass 16’ (Prospekt)

36. Subbass 16’

37. Octavbass 8’ (Prospekt)

38. Pommer 8’

39. Octave 4’

40. Rohrpfeife 2’

41. Mixtur 4f. 2 2/3’

42. Posaune 16’

43.Trompete 8’

44. Clarine 4’

 

 

 

6 Normalkoppeln
Cymbelstern
Elektrische Ton- und Registertraktur
Setzeranlage

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